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Das planlose Jetzt
Kategorie: Was mich bewegt

 Das planlose Jetzt

 IM PLANLOSEN JETZT SCHEINT DER GEIST SEINE BEGRENZUNG ZU VERLIEREN!

Das Jetzt ist nicht planbar, es ist einfach da! 

–von Moment zu Moment.

Es scheint das unnötige Denken kommt langsam zur Ruhe, es ist wie es ist. Die Wahrnehmung erzeugt ein Bild, einen Gedanken, eine Empfindung. Keine Gedankenschleifen, nichts, was mich bedrängt, es ist wie es ist, nicht wie es sein soll. Nicht wie ich es mir so häufig, angetrieben vom Habenwollen und Nicht-Habenwollen, erdenke, der Geist im Alltag so oft vom Wünschen und Vermeiden aufgewühlt. Das permanente Kommentieren und Einordnen fällt weg, der innere Dialog kommt zur Ruhe, die Bewegungen im Geiste, die sich noch zeigen, kommen friedlich daher, müssen sich nicht rechtfertigen, sind zweifelsfrei, auch wenn sie häufig noch nicht in Worte zu fassen sind, eher leise und subtil, etwas erahnen lassen. Ich erlaube mir (noch) nicht zu wissen, mir keine Meinung bilden zu müssen, und gleichzeitig darf sich alles zeigen, ganz real, aber nicht egal.Jegliche Vermeidungstaktik, jeder Widerstand löst sich auf. Als würden sich die alten Gedanken auflösen oder ablösen, weil schon viel zu oft in festgefahrenen Strukturen gedacht, wiederholt und durchgekaut, vergleichbar mit einer Langspielplatte. Der Drang, permanent einordnen und wissen zu wollen, die gedanklichen Konstrukte, die eine vermeintliche Sicherheit vorgaukeln, vom Fluss des Jetzt aufgeweicht. Weniger gefangen in meiner alten Geschichte, die wir Vergangenheit nennen, nicht verhaftet im Vorausdenken, das wir Zukunft nennen, im planlosen Jetzt, von Moment zu Moment. 

Mach mal neue Fehler! 

An jenem Ort lässt sich erahnen, dass mich im Prozess der Auflösung, hinter dem Schleier, neue Gedanken finden, sich vielleicht sogar, eine neue Sprache entwickeln darf. Obwohl längst tief im inneren erkannt, dass vieles nicht mehr gut und nützlich erscheint, weit entfernt von organischen Prozessen und Verbindungen halten wir fest, an der lieb gewonnenen Gewohnheit, die uns eine vermeintliche Sicherheit bietet. Oft ordnen wir dem Wunsch anerkannt und geliebt zu werden, die eigene Wahrhaftigkeit unter, passen unsere Haltung der Meinung anderer an. 

Die Phase der Auf- und Ablösung scheint die Kraft der Erneuerung in sich zu tragen. 

Die ersten feinen Impulse zeigen sich, in Empfindungen und Gedanken, die als Fragmente daherkommen, noch nicht fassbar und in Worte zu kleiden, noch nicht in einer uns bekannten Form der Kommunikation auszudrücken, und doch zeigt sich zweifelsfrei, von einer kindlichen Freude begleitet, etwas, was sich wahr und richtig anfühlt.

Sind wir es nicht gewohnt im Nicht-Tun eine Lösung zu finden, vielmehr findet uns die Lösung, wenn wir innehalten und bereit sind uns vertrauensvoll einzulassen. 

Vergleichbar mit jenem Moment, in dem wir einen Satz beginnen, und noch nicht wissen, wie er endet, uns die Worte auf dem Weg der Kreation finden.